Wie Sie ein besserer Arbeitgeber für Millenials und Generation Z werden

Generation Z in der Arbeitswelt – 5 wichtige Tipps

Unternehmen beschäftigen heute Mitarbeiter aus bis zu fünf Generationen. Jede der Generationen hat unterschiedliche Anforderungen an den Arbeitsplatz. Mitarbeiterbindung wird somit zu einer der größten Herausforderungen für Arbeitgeber. Damit Unternehmen trotz der vielfältigen Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Belegschaft effektiv kommunizieren und gleichzeitig gute Mitarbeiter gewinnen, halten und binden können, müssen sie innovativer sein als je zuvor.


Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, wie Sie ein besserer Arbeitgeber für Ihre Mehrgenerationen-Belegschaft sein können.

generationen im arbeitsmarkt

 

Gemäß des PEW Recherche Zentrums werden Millennials als die Generation definiert, die zwischen 1981 und 1996 geboren wurde. Über diese Generation wird viel diskutiert, denn einerseits macht sie die Mehrheit der heutigen Arbeitskraft aus, andererseits revolutioniert sie auch die Art wie wir arbeiten. Millennials sind mobiler als jede andere Generation vor ihnen, sie lehnen traditionelle, von oben herab gesteuerte Unternehmensstrukturen ab, und verlangen nach Mitbestimmung am Arbeitsplatz.

 

Definitionen der Generationen

Die Generation Z  sind die ultimativen Digitalen Natives, sie suchen mehr als andere Generationen vor ihnen Feedback, denn schon von klein auf sind sie daran gewöhnt. Sie wuchsen in einer Ära von Start-ups und Crowdsourcing auf und haben eine hohe Zahl an Selbstständigen unter sich. 

 

Dieser Entwicklung ist es zu schulden, dass Unternehmen ihre Bemühungen steigern müssen, ihre Arbeitskräfte zu unterstützen. Denn die heutige Arbeiterschaft besteht nicht nur aus fünf Generationen – und hat deshalb Anforderungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – sondern zeigt auch immer weniger Engagement für ihre Arbeit. Die Unternehmen müssen bessere Arbeitgeber sein als jemals zuvor, um eine Balance zwischen den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter und der Verbesserung ihres Erwerbs zu erreichen, Mitarbeiter zu halten und zu motivieren.

 

 

1. Werte für alle Mitarbeiter sind heutzutage wichtiger als jemals zuvor

Die treibende Kraft hinter der Motivation von Generation Z sind finanzielle Vergütung und Karriereförderungen, und dies in einem größerem Ausmaß, als bei anderen Generation vor ihnen. Denkt man darüber nach, erscheint  dieser Fakt sehr logisch. Die Gehälter junger Arbeitnehmer in der USA stagnieren seit dem Jahr 2000 wärend die Gebühren für Gesundheitsvorsorge und Studium konstant angesteigen.

 

Finanzielle Hürden der Millennials und Gen Z

Folglich sorgt sich die Generation Z, mehr als andere junge Generationen vor ihr, um finanzielle Stabilität.

 

Dies führt gleichfalls dazu, dass Mitarbeiter der Generation Z am ehesten aus ihrer Belegschaft abgeworben werden können. Hinzu kommt, dass die Generation Z ihre erste Arbeit als Sprungbrett ansieht und ihre Arbeitsstelle voraussichtlich bis zu 10 mal wechseln wird. Und das allein im Alter zwischen 18 und 34 Jahren. 

 

Um diese neuen Arbeitskräfte zu motivieren, müssen Manager finanzielle Anreize und karrierefördernde Maßnahmen schaffen. Gleichzeitig müssen sie darauf achten, eine Unternehmenskultur zu schaffen und Teamgeist zu zeigen, um die Generation Z an das Unternehmen zu binden. Diese Vorteile zu fördern, hilft Fluktuationsraten niedrig zu halten, Mitarbeitermotivation zu sichern (und das bedeutet höhere Umsätze) und führt dazu, dass die Generation Z ihr volles Potential entfalten kann.

 

Während Millennials, im Vergleich, weniger von Geld motiviert sind, sind sie doch dafür bekannt die Arbeitsstelle schnell zu wechseln und Arbeitgeber sehen sich vor die Aufgabe gestellt ihre Millennials, die sie so sehr brauchen, auch zu halten.

 

21 Prozent der Millennials haben ihren Job im letzten Jahr gewechselt, und weitere 44 Prozent von ihnen planen ihren jetzigen Arbeitgeber innerhalb der nächsten zwei Jahre zu wechseln. Eine Randstad-Studie schätzt, dass die Kosten des Jobwechsels bei Millennials die US-Wirtschaft jährlich 30,5 Billionen Dollar kosten.  

 

 

Jobwechsel der Millennials

 

 

Die Hauptursachen für den hohen Wechsel sind geringes Engagement, mangelnde Karriereförderung und fehlende Anerkennung.

 

Nur fast die Hälfte aller Millennials oder Gen Z fühlen sich mit ihrer Arbeit verbunden, was dazu führt dass mehr als 40 Prozent angeben, dass sie ihre Arbeit wechseln würden sollte sich die Gelegenheit dafür bieten.

 

Insgesamt müssen sich Personaler und Management in Zukunft auf noch höhere Mitarbeiterfluktuationen vorbereiten, und sollten ihre Prozesse überarbeiten, um dies zu vermeiden.


Der Hauptgrund für Mitarbeiter zu bleiben, ist Spaß bei der Arbeit.  Eine überwältigende Anzahl von Menschen, nämlich 67 Prozent, sind dieser Meinung.

 

Deshalb ist es besonders wichtig zusätzliche Werte, eine anziehende Unternehmenskultur, Work-Life Balance und moderne Arbeitsplätze zu schaffen, die neue Technologien nutzen und Kreativität fördern.

 

 

2. Technologie ist auf dem Vormarsch

Mit dem demografischen Wandel, der innerhalb der Belegschaft stattfindet, steigt die Notwendigkeit, soziale und digitale Technologien zu integrieren. Während Millennials und Gen Z diese Technologien wollen, kämpfen sie aber gleichzeitig mit der Ablenkung, die diese verursachen.

Mit dem Eintritt der Gen Z in die Arbeitswelt ist folgende Tatsache unvermeidlich:

 

Die Zukunft der Unternehmen ist vernetzt und Manager müssen die Bedürfnisse der „digital-native” Generation erfüllen.

 

Diese Generation wird sich immer mehr ausbreiten, an verschiedenen Standorten arbeiten, arbeitsbedingt häufiger Reisen, ist vielfältiger und will 24 Stunden am Tag in Verbindung bleiben. Bis zu 26 Prozent planen in zwei Ländern zu arbeiten, 19 Prozent sogar in drei Ländern. Arbeitgeber, die die deutlichen Vorteile der Nutzung sozialer und aufkommender Technologien erkennen, werden daher Erfolg haben.

 

Die Möglichkeiten, die interne Kommunikation bietet, gehen weit in dieser Generation weit über die Nutzung von Facebook oder des Intranets hinaus.  Die Zukunft des Arbeitsplatzes wird tragbare Geräte (wearables), Roboter und virtuelle Realitäten einschließen.

 

Die NHS (National Health Service in Großbritannien), zum Beispiel, beginnt ihre Ärzte und Krankenschwestern mit Hilfe virtueller Realitäten zu trainieren. Statt ihr Handwerkszeug im realen Betrieb und in Notsituationen zu erlernen, ermöglichen die neuen Technologien Fähigkeiten sicher zu erlernen und auszubilden. Diese neuen Methoden können im Gesundheitswesen Leben retten und werden in der Zukunft das Potenzial haben, mehr und mehr unserer gewohnten Arbeitsplätze in vielen Industriezweigen zu verändern.

 

 

Entwicklung von Technologien am Arbeitsplatz

Während neue Geräte Vorteile in der Produktivität, Erreichbarkeit und Zeit versprechen, ist die dunkle Seite dieser Entwicklung die Tatsache, dass social networking Millennials und die Gen Z sehr zerstreuen und ablenken. Ständig Facebook, Twitter und Instagram zu checken, lenkt Arbeiter von ihren täglichen Aufgaben am Arbeitsplatz ab.

 

Untersuchungen deuten darauf hin, dass wir bis zu 25 Minuten brauchen, um eine Aufgabe wieder aufzunehmen von der wir unterbrochen wurden. Eine Studie von Career Builder zeigt zusätzlich auf, dass die drei häufigsten Ablenkungen am Arbeitsplatz Nachrichten schreiben, das Internet und Klatsch sind.

 

 

„Neben dem Internet, Handys und Kollegen gibt es sehr viele Reize am heutigen Arbeitsplatz, man kann leicht erkennen dass Angestellte abgelenkt werden.” sagt Rosemary Haefner, Personalleiterin bei CareerBuilder in einem Bericht.

 

Zusätzlich zeigen Studien, dass sich die Aufmerksamkeitsspanne der Gen Z auf 8 Sekunden verkürzt hat und sie sich nicht über einen längeren Zeitraum konzentrieren können. Jedoch könnte das auch nur ein Mythos sein. Denn andere Studien haben herausgefunden, dass die Gen Z über einen so genannten hochempfindlichen „8-Sekunden-Filter” verfügt. Laut dieser Theorie wuchs die Gen Z mit einem uneingeschränkten Zugang zu Informationen auf, und kann deshalb extreme Mengen an Informationen in kurzer Zeit filtern. Mit Informationen die ihnen wertvoll erscheinen gehen sie engagiert und konzentriert um.

 

Die Herausforderung für Unternehmen in den nächsten Jahren wird die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen Effizienz und Ablenkung durch moderne Technologien sein.

 

Mitarbeiterkommunikation sollte sich nicht nur auf Soziale Medien und ähnliche Werkzeuge stützen, sondern geprüfte und kuratierte Kanäle nutzen, die interaktiv und schnell sein können, und gleichzeitig eine effektive unternehmensweite Vermittlung von (geprüften) Informationen sichern. Mitarbeiter sollten nicht mehr als 5 bis 10 Minuten täglich benötigen, um relevante Kommunikation und Information über ihren Arbeitsplatz und Organisation zu sehen und zu verstehen.

 

Laut einer Studie über die Zukunft der Arbeit von 2016 zeigt sich, dass Mitarbeiter-Apps die treibende Kraft in den nächsten drei Jahren sein werden. 58 Prozent der Technologieunternehmen denkt bereits über die Einführung einer Mitarbeiter-App nach. Apps erschaffen die Möglichkeit, die Lücke zwischen den Arbeitern ohne Schreibtisch Arbeitsplatz und denen mit, zu schließen; und das über ein Gerät, das der Herzschlag der jungen Generationen geworden ist: das Smartphone.

 

Transformative Arbeitsplatztechnologien, Mitarbeiter-App

 

 

3. Millennial Manager sind für Ihre neue Rolle nicht gewappnet

Ein Viertel aller Millennial Arbeiter wird mit dem Eintritt der Baby Boomers in die Rente und der Ankunft der Gen Z auf dem Arbeitsmarkt in leitende Positionen aufsteigen. Doch immer noch fühlen sich Millennials schlecht vorbereitet auf diesen Wandel.

 

Auch wenn die Generation der Millennials die höchsten Raten an Hochschulabschlüssen hat (nach den neuesten Ranstad und Future Workplace Untersuchungen), fühlen sie sich nicht gewappnet, Konflikte zu lösen, zu verhandeln und Andere anzuführen.

 

Sie haben das Gefühl nicht die soziale Kompetenz zu besitzen und sehen sich selbst als unfähig, die Generationen vor Ihnen zu beaufsichtigen.

 

Schwierigkeiten für Millennials

 

 

Dazu kommt, dass 45 Prozent der Baby Boomers und der Generation Z das Gefühl haben, dass das Fehlen dieser Kompetenzen einen negativen Einfluss auf Unternehmen haben kann. Arbeitgeber müssen deshalb in Erwägung ziehen folgende Fähigkeiten bei ihren Millennials auszubilden: überzeugen und beeinflussen, kommunikativ kommunizieren, Konflikte handhaben und Strategien verfolgen.

 

 

4. Millennials und Gen Z wollen häufige und andauernde Gespräche

Nur 55 Prozent der Arbeiter aller Abteilungen und Funktionen weltweit geben ihren Organisation gute Noten für effektive Zusammenarbeit.

 

Dies ist eine traurige Zahl in Bezug auf die Tatsache, dass die Gen Z und Millennials Konversation und Feedback suchen und brauchen. 

 

„Gen Z Arbeiter sehen ‘Mitarbeiter die gern zusammenarbeiten’ als die Art von Kollegen, die ihnen helfen würde ihre beste Arbeit zu leisten, gleich neben Mitarbeitern die genauso hart arbeiten wie sie selbst” sagte Jim Link, Personalleiter bei Randstad North America. „Unternehmen, die der Arbeitgeber der Wahl sein wollen, müssen die digitale Revolution nutzen und die richtigen Technologie, Werkzeuge und Prozesse für Ihre Mitarbeiter zur Verfügung stellen.”

 

Während Unterhaltungen und Feedback digital sein können, ist das Gerücht, dass jüngere Generationen persönliche Gespräche nicht schätzen würde, unwahr. Ungefähr 4 von 10 Arbeitern ziehen ein persönliches Gespräch und Teamarbeit Meetings, E-Mails und Textnachrichten vor.

 

Die Herausforderung der nächsten Jahre wird es deshalb sein, den Bedarf nach Technologie mit der Möglichkeit zur persönlichen Interaktion zu verbinden.

 

 

Millennials at work

 

 

5. Hohe Stressbelastungen bekämpfen

Future Workplace hat analysiert, dass Stress für Millennials und Gen Z, das größte Hindernis in der Leistungssteigerung ist.

 

37 Prozent der Generation Z und 39 Prozent der Millennials fühlen sich durch Stress und Anzeichen von Burn-out in ihrer Entwicklung am Arbeitsplatz behindert.

 

Laut einer Studie über Stress in den USA, haben 18 bis 33 Jährige und 34 bis 47 Jährige ein durchschnittliches Stressniveau von 5,4 auf einer Skala von 1 bis 10, zum Vergleich: der nationale Durchschnitt liegt bei 4,9. Der Bericht zeigt auf, dass ein gesundes Stressniveau bei 3,6 liegt.

 

 

Der Bericht gab an: „ Millennials und GenXers sagen, dass sie sich durch Arbeit, Geld und mangelnde Stabilität am Arbeitsplatz gestresst fühlen.”

 

 

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Stress gilt als die „Epidemie des 21. Jahrhunderts” und kostet die amerikanische Wirtschaft bis zu 300 Billionen US Dollar jedes Jahr in versteckten Kosten. Wie das? Stress verursacht Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Schwindelgefühl und Müdigkeit.

 

Dies führt einerseits dazu, dass Angestellte weniger konzentriert und dadurch unproduktiver sind, andererseits ergeben sich höhere Gesundheitskosten und mehr Krankentage. 52 Prozent aller Angestellten haben sich in der Vergangenheit aufgrund von Stress krank gemeldet und mehr als 80 Prozent aller Arbeitsunfälle passieren aufgrund stressbedingter Müdigkeit.

 

Der wichtigste Arbeitsplatzvorteil ist in diesem Zusammenhang deshalb für viele Flexibilität am Arbeitsplatz. 75 Prozent der Angestellten (und 74 Prozent der Arbeitslosen) werteten Flexibilität als Top-Vorteil. Flexible Arbeitszeiten, mehr Urlaub und längere Pausen können Wunder wirken und Ihr Unternehmen wird langfristig von diesen Maßnahmen profitieren.

 

 

Abschließend kann man sagen, dass

Arbeitegeber in Zukunft flexibler und bereitwilliger sein müssen. Die wichtigsten Maßnahmen, um eine Arbeitsumgebung für Millennials und Gen Z vorzubereiten sind:

  • Zusammenarbeit: Kooperations-Werkzeuge sind der Schlüssel, um das Bedürfnis der Millennials und Gen Z nach Kommunikation und Integration in Arbeitsabläufe einzubinden und deren Leistung zu steigern.
  • Karriereförderung: Entwicklungsmöglichkeiten für beide Generationen zu schaffen, die ihr Engagement und ihre Verbindung zu Ihrem Unternehmen gewährleisten, helfen, hohe Wechselraten zu vermeiden und Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern.
  • Finanzielle Stabilität: Stellen Sie Anerkennung und Belohnungen, die Ihren Mitarbeitern finanzielle Sicherheit geben und langfristig Ihrem Unternehmen nützen.
  • Technologie: Integireren Sie soziale und neue Technologien, die die Wünsche von Gen Z  befriedigen, eine höhere Produktivität sicherstellen und helfen Ablenkungen zu kontrollieren.
  • Management Training: Entwicklungsinitiativen und Schulungen helfen Ihnen dabei, hohe Wechselraten zu vermeiden und unterstützen Ihre Mitarbeiter darin, ihr gesamtes Potenzial zu entfalten. Vor allem Millennials profitieren von der Ausbildung zu Führungskräften, sozialen Kompetenzen und Erweiterung ihres Könnens.
  • Work/ Life Balance: Work-Life-Programme helfen jungen Generationen, Stress zu bewältigen und damit ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu minimieren.

Interne Kommunikation, die ankommt

 

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Blogpost geschrieben von Sina Kaye Lockley

Sina ist Redakteurin und Content Managerin bei Staffbase. Ihr Ziel ist es Trends in der internen Kommunikation für Unternehmen greifbar zu machen und zu vermitteln. In ihrer Freizeit ist sie Feministin und Verfechterin der genderneutralen Toiletten.