Frank Wolf mit einem Appell an dich, deinen KI-Hintern hochzubekommen. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
Im Browser anzeigen
Employee AI Newsletter logo
Frank Wolf LinkedIn

Frank Wolf | CSO und Mitgründer von Staffbase

... erklärt, warum das Skippen der nächsten Netflix-Serie deine Zukunft retten kann.

Liebe KI-Fans,

letzte Woche saß ich bei einem befreundeten Unternehmen mit rund 50 Leuten aus Employee Experience und interner Kommunikation im Raum. Ich war eingeladen, um über Staffbase, aktuelle KI-Entwicklungen und meinen Blick auf das zu sprechen, was gerade passiert.

Es wurde ein lockerer Termin mit Vortrag, Fragen und Diskussion.

Aber was mich an diesem Termin beschäftigt hat, war nicht nur das Thema KI selbst. Sondern etwas anderes: Beim Thema KI hängt die Wirkung einer Botschaft oft nicht nur davon ab, was gesagt wird. Sondern vor allem davon, wer es sagt.

Der Elefant im Raum

Vorher hatte ich die Runde gefragt, wer mit welchen Tools arbeitet. Die meisten nutzen das System, das im Unternehmen zentral vorgegeben wurde. Nur drei oder vier aus der ganzen Gruppe hatten überhaupt schon einmal mit Claude gearbeitet – also mit einem Modell, das aktuell in vielen Aufgaben zu den stärksten gehört. Nur eine kleine Handvoll wusste, was OpenClaw ist oder was so ein autonomer Agent inzwischen kann.

 

50 Leute, die sich beruflich mit Kommunikation und Mitarbeitererfahrung beschäftigen. In einem digital sehr fortschrittlichen Unternehmen. Und selbst hier stand das Wissen über die aktuell spannendsten Tools erst am Anfang.

Das ist kein Vorwurf. Aber es ist ein Signal. Gerade in Bereichen, in denen man eigentlich vorne mitlaufen müsste.

Was ich dann gesagt habe

Am Ende habe ich dann etwas gesagt, das ich mir vorher fest vorgenommen hatte. Ich habe gesagt: Ihr könnt euch zurücklehnen und darauf warten, dass euer Unternehmen euch schult. Dass euer Teamlead euch die Tools an die Hand gibt. Dass die Organisation euch sauber durch diesen Wandel führt. Ihr könnt sagen: Das ist die Bringschuld meines Arbeitgebers.

Und ich kann euch nur raten: Macht das nicht.

Die Art, wie wir arbeiten, wird sich in kurzer Zeit radikal verändern. Und es wird ein riesiger Vorteil sein, wenn man früh selbst versteht, was hier gerade passiert. Nicht nur oberflächlich. Sondern wirklich tief.

Besorgt euch diese Tools privat. Probiert sie aus. Testet, was geht. Natürlich nicht mit vertraulichen Daten. Aber mit allem, was sich sauber und anonym erkunden lässt.

Wir reden viel über Work-Life-Balance. Mein ehrlicher Tipp ist trotzdem: Schaut eine Netflix-Serie weniger und investiert diese Zeit lieber hier.

Kriegt den Hintern hoch.

Viele in dem Raum waren jung. Ihre Karrieren sind lang. Was sie sich jetzt an Verständnis, Routine und Instinkt im Umgang mit KI aufbauen, wird ihnen später massiv helfen.

Gerade in Deutschland kann man sich im Moment noch gut einlullen lassen. Man arbeitet in einem stabilen Umfeld. Vieles wirkt noch weit weg. Man kann leicht das Gefühl bekommen: Das kommt später. Nicht so schnell. Nicht so heftig. Nicht bei uns.

Ich glaube, das ist ein gefährlicher Irrtum.

Was danach passiert ist

Ich bin nach Hause gefahren und hatte abends mehrere Nachrichten auf dem Handy. Von Leuten, die dabei waren und sich für die Klarheit und Offenheit bedankt haben. Auch der Teamlead hat sich gemeldet und geschrieben: Danke, dass du das so gesagt hast.

Und genau da liegt mein eigentlicher Punkt. Ich durfte das sagen.

Als Externer wird einem so etwas nicht sofort übel genommen. Wenn dieselben Worte vom eigenen Teamlead oder aus der internen Kommunikation kommen, klingt es schnell nach etwas anderem. Dann ist man sofort bei den bekannten Reflexen: Das Unternehmen will die Effizienz erhöhen. Das Unternehmen will am Ende nur Kosten sparen. Das Unternehmen pusht jetzt KI und wir sollen mitziehen.

Viele Führungskräfte und Kommunikationsverantwortliche spüren das sehr genau. Und entsprechend vorsichtig klingt dann oft auch ihre Sprache: glatter, indirekter, defensiver. Aber genau dadurch verliert sie häufig ihre Wirkung.

Von außen klingen dieselben Sätze anders, obwohl sie inhaltlich genau das gleiche aussagen. Einfach, weil der Absender ein anderer ist.

Ein externer Blick wird nicht sofort als Unternehmensinteresse gelesen. Er muss nichts durchsetzen. Er muss keinen Change-Prozess verkaufen. Genau deshalb kann er Dinge oft klarer sagen. Und genau deshalb werden sie oft ernster genommen.

Ich habe in diesem Raum sehr deutlich gespürt, wie sehr man Menschen damit erreichen, bewegen und wachrütteln kann.

Was das für euch bedeutet

Beim Thema KI reicht es nicht, nur über Botschaften nachzudenken. Ihr müsst auch über Absender nachdenken.

KI ist kein normales internes Transformationsthema. Nicht einfach das nächste Projekt, das man mit ein paar Folien und guten Talking Points ins Unternehmen bringt. Dafür ist das Thema zu groß. Menschen merken sehr schnell, wenn daraus intern nur das nächste Managementprogramm gemacht wird.

Dann hören sie nicht mehr die eigentliche Botschaft. Dann hören sie nur noch die Organisation.

Und genau deshalb ist es so mächtig, externe Stimmen in diese Diskussion hineinzuholen. Menschen, die nicht Teil der internen Logik sind. Die nichts durchsetzen müssen. Die frei sagen können, was sich gerade verändert. Die nicht als Interessenvertreter des Unternehmens gelesen werden, sondern als jemand, der einen ehrlichen Blick von außen mitbringt.

Meine kleine Idee für euch ist deshalb: Denkt beim Thema KI nicht nur darüber nach, welche Geschichten ihr erzählt. Denkt genauso hart darüber nach, wer sie erzählen sollte.

Gerade bei KI kann genau das den Unterschied machen zwischen höflichem Zuhören und echtem Wachwerden.

Euer

Frank Signature

Über den Autor: Frank Wolf ist Mitgründer der Employee-Experience-Plattform Staffbase. Als Chief Strategy Officer widmet er sich Zukunftstrends in der Unternehmenskommunikation, hat kürzlich sein zweites Buch „The Narrative Age“ veröffentlicht und gilt als Vordenker beim Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Kommunikation.

3 weitere KI-Trends:

📣 Schatten-KI in Unternehmen: Mitarbeitende nutzen KI-Tools zunehmend auf eigene Faust ohne Freigaben oder Richtlinien und inkludieren vertrauliche Daten. Kommunikationsteams müssen das Thema jetzt proaktiv adressieren, bevor unkontrollierter Einsatz zum Risiko wird.

📣 KI-zu-KI-Kommunikation wird real: Persönliche KI-Assistenten verhandeln bereits direkt mit Unternehmens-KIs. Wir müssen uns auf eine Welt vorbereiten, in der nicht mehr nur Menschen die Zielgruppe sind.

📣 KI-Phishing wird zur Chefsache: KI-generierte Phishing-Mails sind inzwischen so überzeugend, dass klassische Warnzeichen verschwinden. Interne Kommunikation muss Mitarbeitende aktiv sensibilisieren und neue Awareness-Formate entwickeln. Mehr dazu auch in der Aufzeichung unseres Webinars zum Thema Deep Fakes.

Logo Staffbase 2024
Facebook
LinkedIn
Instagram

Staffbase SE, Annaberger Str. 73, 09111 Chemnitz, Sachsen, Deutschland

Abmelden Einstellungen verwalten

Impressum Datenschutzerklärung