Sven Lindenhahn | Director Strategic Advisory bei Staffbase
… nimmt dich mit auf eine Reise durch fünf KI-Konferenzen als dein persönlicher KI-Agent.
Hallo liebe KI-Fans,
wow – jetzt haben wir schon den 6. November. Das Jahr ist zwar noch nicht vorbei, aber die letzten Monate waren unglaublich spannend. Und das Beste: Es geht genauso weiter. 2026 wird ein entscheidendes Jahr für Interne Kommunikation, IT und HR.
Schon dieses Jahr waren KI-Konferenzen überall. Aber jetzt mal ehrlich: Warum hat sich denn in all der Zeit niemand etwas mit KI ausgedacht, damit diese Konferenzen ordentlich zusammengefasst werden. Deshalb mach ich das heute für dich: Ich bin dein persönlicher KI-Konferenz-Agent.
Gartner Digital Workplace Summit
Alle rufen nach KI. Aber was viele eigentlich brauchen, ist eine sinnvolle Automatisierung und Digitalisierung.
Puh, das musste ich erst einmal sacken lassen. Aber der Tenor war klar: KI kann nur dann klare Prozesse, Daten und Verantwortlichkeiten verstärken, wenn diese schon etabliert sind.
Learning #1: Baue zuerst die Grundlagen und Governance – erst dann die KI ihre Wirkung entfalten.
Big Bang KI Festival
Schon etwas von „Agentic AI“ gehört? Das war auf dem Big Bang KI Festival das Ding: Wir bewegen uns weg von „Tool AI“ zu einer neuen KI. Einer, die nicht nur antwortet, sondern proaktiv und autonom mitarbeitet.
Aber das, was mich nach der Konferenz am meisten beschäftigt hat, war ein, ich sag mal, Generationen-Moment: Die ARD/ZDF-Mediathek verzichtet bewusst auf den Begriff „Sendung verpasst". Warum? Weil die jüngere Zielgruppe es gar nicht kennt, Inhalte nicht On Demand zu erhalten. Und dann dachte ich mir, dass im Digital Workplace doch eigentlich dasselbe gilt.
Learning #2: Wir müssen unterschiedliche Erwartungen und Gewohnheiten erkennen und berücksichtigen, wenn wir einen effizienten Digital Workplace gestalten.
Kommunikationskongress
In Zukunft haben wir z.B. nicht nur 5 Teammitglieder, sondern 25: 5 Menschen + ca. 20 KI-Agenten, die uns unterstützen.
André Pechmann von Microsoft hat das sehr anschaulich beschrieben. Einer seiner Agenten heißt: „Kritischer Journalist“. Seine Aufgabe: Unternehmensmeldungen so bewerten, als kämen sie von einer FAZ-Redaktion. Was dabei aber wichtig ist: Momentan werden in vielen Unternehmen unzählige Assistenten und Agenten gebaut – oft als Einzelinitiativen, oft mit viel Begeisterung. Doch ein Großteil verschwindet nach 2–3 Monaten wieder – bei persönlichen Assistenten/Agenten ist das aus meiner Sicht auch vollkommen OK.
Learning #3: Damit langfristige KI-Lösungen Wirkung entfalten, braucht es einen klaren Anwendungsfall und eine einfache Skalierbarkeit.
KI-X Berlin
Ich habe Sascha Lobo schon oft gehört – meistens mit eher kritischem Blick auf Deutschlands Tempo bei Zukunftsthemen wie KI. Deshalb hat mich sein Optimismus diesmal wirklich überrascht. Und er kam nicht einfach nur aus dem Bauch heraus, sondern war gestützt auf zwei eindrucksvolle Datenpunkte von OpenAI:
Deutschland ist global unter den Top-3 bei Chat GPT-Abos
Nach den USA hat Deutschland die meisten Entwickler, die aktiv mit OpenAI-Schnittstellen arbeiten.
Das ist eine völlig neue Ausgangssituation. Endlich mal eine, die positiv in die deutschsprachige KI-Zukunft blickt. (Meine Kollegin Tabea hat seine Keynote ausführlich in der letzten IKone zusammengefasst.)
Learning #4: Wir sind nicht MEHR nur Zuschauer von KI, sondern können sie aktiv mitgestalten.
Brains on Silicon
This is the most interesting year in human history — except for all future years.
Dieses Zitat von Sam Altman trifft den Nagel momentan auf den Kopf, oder? Für mich persönlich war es besonders bewegend, diese Konferenz in meiner Heimat Dresden zu erleben – und dort als Vertreter des ersten Unicorns aus Sachsen, „Staffbase”, zu sprechen. Was das Event stark machte: IK, HR und IT waren gemeinsam im Raum.
Learning #5: KI ist kein reines Technologie-Thema, sondern ein Zusammenspiel aus abteilungsübergreifender Kollaboration und Kultur.
Was bedeutet das jetzt für uns?
Ich möchte kurz auf den Punkt bringen, worauf es jetzt ankommt:
KI wird die Interne Kommunikation nicht ersetzen. Aber sie verändert, wie wir sie in Zukunft machen.
Von Content-Produktion → zu Kontext und Orientierung.
Von “Wir senden Botschaften” → zu “Wir gestalten gemeinsam”.
Und genau deshalb wird 2026 das Jahr, in dem wir diese neue Rolle bewusst verankern. Gemeinsam.
Über den Autor: Sven Lindenhahn berät als Director Strategic Advisory bei Staffbase Unternehmen zur Einführung moderner Intranet-Lösungen. Er bringt jahrelange Erfahrung in der Kommunikationsbranche mit und hat das Ziel, Employee Experience stetig zu verbessern. Aktuell geht er der Frage nach, wie KI die interne Kommunikation und das Intranet der Zukunft neu erfindet.
3 weitere KI-Trends:
📣 Edge-KI: Immer mehr Unternehmen im DACH-Raum verlagern KI-Prozesse vom Cloud- ins lokale Edge-Computing für mehr Sicherheit und Geschwindigkeit.