Gedruckte Mitarbeiterzeitungen sind noch immer ein weit verbreitetes internes Kommunikations-Tool. Obwohl sie oftmals wegen Ihrer mangelnden Aktualität kritisiert werden, ist dies auch gleichzeitig ihre größte Stärke: sie unterliegen nicht dem Zwang, stets die täglichen betrieblichen Neuigkeiten und Informationen berichten zu müssen. Sie haben die Freiheit hinter die Kulissen zu blicken und die Menschen hinter dem Unternehmen zu zeigen.

 

Während der Zweck einer Mitarbeiterzeitung immer noch 100% gültig ist, gilt dies nicht für die Wahl der Bereitstellung. Hier sind unsere Top 6 Gründe warum es Sinn macht zu einer digitalen Version zu wechseln.

 

1. Eine digitale Version kann mit Hilfe von Kommentaren, Likes oder spezieller Anordnung populärer Inhalte interaktiv sein. Dies führt zu lebendigeren Inhalten und bietet der Redaktion höchst relevantes Feedback zu den gefragten Themen.

Bewertungen sind ideal für schnelles Feedback und werden von Benutzern oft als Feedback-Tool verwendet. Bewertungen die auf Sternen (z.B. 1-5 Sterne) basieren sind seit längerer Zeit beliebt, aber stellen die Herausforderung dar, diese auf einer gesammelten „Top-Bewertungen“-Liste darzustellen – ein Post mit 20 Bewertungen und einem Durchschnitt von 4,5 Sternen würde schlechter dargestellt werden als ein Post mit zwei 5-Sterne-Bewertungen. Das Feedback für die Kommunikation ist ebenfalls eine Herausforderung, da sich Redakteure oft fragen, ob der Leser den Inhalt als solches oder die Darstellung bewertet. Wir bevorzugen daher eine Bewertung, die sehr einfach zu handhaben, einfach zusammenzufassen und leicht zu verstehen ist – „Das ist hilfreich“.

 

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Erwarten Sie zu Beginn nicht viele Kommentare – dies ist ein Beispiel für die durchschnittliche Anzahl der Kommentare auf einem Management-Blog eines Tech-Unternehmens mit 1000 Mitarbeitern.

 

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Es kann einige Zeit dauern bis Mitarbeiter tatsächlich anfangen aktiv zu kommentieren und bewerten. Also besser Erwartungen an schnelle Interaktion gerade im Management nicht zu hoch stecken.

 

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Bewertungen und Kommentare in die Artikelübersicht sind eine gute Möglichkeit Inhalte zu fördern, die andere Benutzer als nützlich empfunden haben. Themen mit viel Interaktion bekommen so viel ihre verdiente Aufmerksamkeit.

 

2. Eine digitale Version kann einfach lokalisiert werden und so noch näher auf die Menschen, ihren Standort und ihre Neuigkeiten eingehen, wie z.B. lokale Veranstaltungen oder Initiativen im Rahmen der sozialen Verantwortung.

Intranets und Mitarbeiterzeitungen sind oftmals buchstäblich zu weit von ihren Lesern entfernt. Das ist wirklich schade, denn Lokalnachrichten sind der Schlüssel um kontinuierlich neue Leser zu gewinnen und zu binden. Gezielte lokale Inhalte können über Kanäle geliefert werden, die automatisch auf den Standort des Benutzers abgestimmt sind.

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Das ist sehr effizient, da mehr lokale Berichte automatisch mehr Relevanz und eine höhere Motivation erzeugen. Versuchen Sie authentisch zu sein, versuchen Sie auf keinen Fall perfekt zu sein und halten Sie den redaktionellen Aufwand in angemessenen Grenzen. Es ist viel wichtiger auf lange Sicht durchzuhalten, als mit viel Schwung anzufangen und nach kurzer Anfangsphase den Atem zu verlieren.

 

3. Eine digitale Version ermöglicht der internen Kommunikation die Publikations-Zyklen zu verkürzen und so in jeder Ausgabe aktuelleren Inhalt zu bieten.

Die Unternehmen mit denen wir zusammen gearbeitet haben, hatten ihre gedruckten Magazine mit einer Häufigkeit zwischen einmal im Monat und einmal alle drei Monate veröffentlicht. Ein Online-Newsletter kann neue Arten aktuellen Inhaltes erkunden, wie z.B. Inhalt mit Bezug zu anstehenden (regionalen) Veranstaltungen oder den Bildern der letzten Sommerfeier. Dieser Punkt hängt eng mit der Lokalisierung zusammen: Die Leser fühlen sich einem Bericht näher, wenn dieser entweder lokal oder zeitnah ist. Niemand will Bilder der Firmen-Weihnachtsfeier im März sehen.

 

4. Eine digitale Version erreicht den Großteil seiner Leserschaft dort, wo sie heutzutage sowieso ihre Nachrichten lesen und das meiste ihrer täglichen Informationen bekommen: auf ihrem mobilen Gerät.

Im Jahr 2013 wurden weltweit 968 Millionen Mobiltelefone verkauft. Das sind 42.3 Prozent mehr als noch im Jahr 2012 (Gartner, Inc.) Smartphones machen mittlerweile 53.6 Prozent aller Mobiltelefone aus.

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5. Eine digitale Version erlaubt Ihren Lesern ihren eigenen gewünschten Detaillierungsgrad.

Wann immer es eine Übertragung eines physischen Konzeptes in die digitale Welt gibt, ist man anfänglich versucht das bestehende Format zu „digitalisieren“ und es dabei zu belassen. Man sieht dies auch oft bei Mitarbeiterzeitungen, bei denen das digitale Format nichts anderes ist als eine Pdf-Datei, die per E-Mail oder über andere Kanäle verbreitet wird. Es ist offensichtlich, dass ein solches Format nicht annähernd die Vorteile eines tatsächlichen digitalen Newsletters erreicht. Ein Unterschied zwischen Papier und dem Internet ist der anpassungsfähige Detaillierungsgrad der Online-Version. Leser können den Inhalt auf einer hohen Detailebene extrem schnell überfliegen und auf Wunsch tiefer einsteigen.

 

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6. Eine digitale Version spart Papier und Geld – man benötigt etwa 2 – 3 Tonnen Holz um eine Tonne Papier zu fertigen.

Papier macht weltweit etwa 42 Prozent aller von der Industrie gefällten Bäume aus.

Save Paper, Save Trees

 

Vielleicht ist es also ein guter Vorsatz für das neue Jahr, Ihren ersten Online-Newsletter zu starten!

 

Blogpost geschrieben von Frank Wolf

Frank is the CMO and co-founder of Staffbase. He is an intranet and communication expert with more than a decade of experience in helping companies connecting to their employees. He is passionate about internal communication and digital technologies that create an enjoyable place to work.