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Interne Kommunikation in 2017 – 11 Trends und was Sie tun können

In der Kommunikation geht es um Wandel und Innovation. Folglich ist interne Kommunikation ein Feld, das immer wieder überdacht werden muss.

 

In 2017 steigen die Millennials in Managementpositionen auf und Generation Z flutet kontinuierlich in den Arbeitsmarkt. Mit dem daraus folgenden Wandel wird es immer wichtiger sowohl externe, als auch interne Nachrichten im Blick zu behalten, das Markenversprechen zu kommunizieren, das mittlere Management zu bestärken und Transparenz zu garantieren.

Als Konsequenz wird die interne Kommunikation weiter wachsen. Sowohl in Bedeutung, als auch in der Anzahl der in diesem Feld beschäftigten Leute.

 

Wenn man sich also diese Entwicklungen anschaut was folgen für Trends und wie können Sie innerhalb Ihres Unternehmens mit diesen Trends mithalten?

 

Internal communication 2017

 

#1 Schneller und Kürzer

Der Trend bei Nachrichten geht in Richtung “kürzer ist besser”.

 

Eine aktuelle Studie des Pew Research Centers fand, dass Menschen unter 35 “den Bedarf haben sofort anerkannt zu werden und schnell die Geduld verlieren”. Mit der zunehmenden Geschwindigkeit in unserer Gesellschaft und vor allem des Internets sind wir weniger gewillt zu warten. Weder auf ladende Webseiten, noch auf Videos, noch auf das Feedback von Kollegen.

 

Während die Idee von unmittelbarer Kommunikation nicht neu ist, hat sich durchaus verändert, was wir uns darunter vorstellen.

 

Unser Arbeitsplatz und interne Kommunikation sind dabei keine Ausnahme. Um die heutige Arbeiterschaft zu erreichen, die zu einem großen Teil aus Millennials und Gen Z besteht, müssen Nachrichten kurz und präzise sein und werden am besten nicht länger über E-mail vermittelt.

 

Geschwindigkeit und Kürze hängen oft auch zusammen mit besserer Ausrichtung was zur Folge hat, dass Kommunikation nicht länger von einer Person an viele geht, sondern vielmehr von mehreren Personen ausgehen sollte. Geben Sie Verantwortung und die passenden Instrumente an lokale Editoren ab und schaffen Sie so die Basis für tägliche Updates.

 

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#2 Unternehmenskultur

Junge Unternehmen und vor allem Start-ups sind dafür bekannt eine ausgeprägte Unternehmenskultur zu führen. Warum tun sie das? Weil die demografische Verjüngung und der damit einhergehende Wandel auf dem Arbeitsmarkt es verlangen. 

 

“Generation Z und Millennials wollen für einen Arbeitgeber arbeiten, dessen Ziele mit ihren eigenen vereinbar sind.“ (Otto Müller) In der Personalabteilung werden Kultur und Mitarbeiterbindung deshalb jetzt zur zentralen Aufgabe, so auch eine aktuelle Studie der Deloitte University Press.

 

In der Konsequenz wird die Beziehung zwischen der internen Kommunikation und Kultur und Werten innerhalb des Unternehmens in 2017 immer enger. Es ist deshalb schon jetzt wichtig, diese Werte in die interne Kommunikationsstrategie zu integrieren und Wege darzustellen, diese Werte in den Arbeitsalltag zu integrieren.

 

Wie macht man das? Handeln Sie selber nach diesen Werten und führen Sie mit gutem Beispiel voran. Die interne Kultur sollte nicht nur aus ein paar hübschen Worten über der Tür bestehen, sondern aus umsetzbaren Richtlinien. Eine solche Kultur reicht von dem Einstellungsprozess, in dem die Persönlichkeit genauso wichtig sein sollte wie die Qualifikationen, über die tägliche Kommunikation, bis zu dem tatsächlichen Arbeitsplatz und den technologischen Voraussetzungen. Es muss eine gesamtheitliche Erfahrung geschaffen werden, die die Kultur unterstützt und weiterführt.

Zusätzliche Team-Events, Trainingsmaßnahmen und Mitarbeitervorteile helfen eine positive Kultur zu unterstützen, Mitarbeiter einzubinden und das Unternehmen als Arbeitgebermarke zu etablieren.

 

#3 Der Arbeitsplatz verlagert sich

Laut einer Studie des PWC schätzen Mitarbeiter aller Generationen Flexibilität in ihrem Beruf. Flexibilität meint dabei sowohl die Arbeitszeiten, als auch den Arbeitsplatz. Schon jetzt arbeitet 1 von 3 Personen in Amerika als Freelancer und bis zu 50% arbeiten ein Mal die Woche von Zuhause aus.

 

Laut einer Gallup Studie von 2015 haben 37% der Angestellten schon mal von Zuhause gearbeitet, im Gegensatz zu nur 30% in 2006 und 9% in 1995. Zusätzlich hat IBM festgestellt, dass ortsferne Arbeiter engagierter und eigenständiger sind.

 

Diese Entwicklung hat den Term “Gig-Economy” hervorgebracht. Die Hälfte aller Amerikaner werden bereits dieses Jahr nur “gigs” machen, also in Kurzzeit-Jobs arbeiten.

 

Die Herausforderung für interne Kommunikatoren wird es folglich sein, ortsfremde Mitarbeiter einzubinden und in die Unternehmenskultur zu integrieren.

 

Erkennen Sie die Notwendigkeit in der verbreiteten Arbeiterschaft und engagieren Sie Ihre Mitarbeiter über mehrere Kanäle. Solche Kanäle könnten Apps, SMS, Push Nachrichten oder soziale Medien sein.


Mobile Kommunikationslösungen ermöglichen es Ihnen Freelancer und Produktionsarbeiter, genau wie Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen und Standorten, zu verbinden und einzubinden. Die Kommunikation 2.0 integriert alle und überall.

 

 

#4 Video

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, aber wussten Sie, dass eine Minute Videomaterial 1.8 Million Worte wert ist? Das sind 3600 Seiten Text.

 

Ein Video zu posten erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt geteilt wird, sondern erhöht auch das Verständnis für Ihr Produktes um 74%. Zusätzlich hat eine Kundenumfrage von Hubspot gezeigt, dass über die Hälfte aller Befragten (55%) ein Video ganz ansehen würden während dies nur für 33% aller interaktiven Artikel und 29% aller Blogs der Fall ist.

 

Bei einer Mitarbeiterbefragung gaben Arbeiter an die folgenden Medien in Zukunft mehr im Arbeitsumfeld nutzen zu wollen: 

Medianutzung am Arbeitsplatz
 

Videos sollten auf Ihrer Prioritätenliste ganz oben stehen wenn es darum geht komplizierte Themen an Ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein großer Teil der internen Kommunikation, vom Training bis zu Ankündigungen, in Zukunft über Video laufen wird.

 

#5 Inhalte von und für Ihre Mitarbeiter

Im Einklang mit dem Trend zum Video steht die Tatsache, dass Millennials und Gen Z ein hohes Bedürfnis für Transparenz von Seiten ihres Arbeitgebers verspüren. Diese Transparenz ist, zusammen mit der Unternehmenskultur, zum Gesicht der Unternehmen und der Arbeitgebermarke geworden. Ziehen Sie also in Betracht, dass Transparenz und Authentizität am besten über Inhalte und Nachrichten generiert werden die von und für Mitarbeiter sind.

 

Ihre Mitarbeiter sind die wichtigste Stimme Ihres Unternehmens. Soziale Plattformen geben Ihren Arbeitern eine Stimme und unterstützen das Erstellen und Teilen von Beiträgen, Ideen und Gedanken.

 

Die Stimme Ihrer Mitarbeitern ist nicht nur authentischer als die eines offiziellen Sprechers, sondern ermöglicht auch einen weltweiten Austausch zwischen Standorten. Dazu kommt, dass Inhalte, die von Mitarbeitern geteilt werden acht mal mehr Engagement fördert als Inhalte, die von offizieller Seite kommen und die Markenbotschaft 561% weiter getragen wird, wenn sie von Mitarbeitern unterstützt wird.

 

Ihre Mitarbeiter zu Ihren Journalisten und Editoren zu machen unterstützt die fortlaufende Dezentralisierung und verstärkt Kommunikation auf horizontaler Ebene. Außerdem verstärkt es Ihre Arbeitgebermarke Ihre Mitarbeiter an erste Stelle zu heben.

 

Um Ihre Mitarbeiter zum Teilen von Inhalten anzuregen und Beteiligung zu fördern sollte es Ihr Kommunikationskanal ermöglichen Inhalte zu teilen, die direkt mit Ihren Mitarbeitern zu tun haben und diese beschäftigen (was wiederum am wahrscheinlichsten ist, wenn der Inhalt aus den eigenen Reihen kommt). 

 

 

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#6 Horizontale Kommunikation

Während Gruppenzwang Sie im privaten Bereich dazu zwingt, zu rauchen oder “Game of Thrones” zu schauen, kann er auf unternehmensinterner Ebene einen produktiven Einfluss auf die Arbeit Ihrer Mitarbeiter haben.

 

Kollegen können Feedback geben und Kollaborationen unterstützen, was zwei zentrale Punkte für die Teamkommunikation und das Teamwork sind.

 

Horizontale Kommunikation hilft Wissen innerhalb des Unternehmens zu vermitteln und erleichtert dem Management die Aufgaben der effektiven Informationsverteilung durch den Flurfunk. Die daraus entstehende Kommunikation unterstützt das Wissensmanagement, zeigt tiefere Einblicke auf und hilft den Mitarbeitern, ihr volles Potential auszuschöpfen.

 

Interne Kommunikationsabteilungen sollten es zu einem Ihrer Ziele machen horizontale Kommunikation zu schaffen, indem sie Teamwork fördern, das Teilen von Wissen unterstützen, und gemeinsame Ziele setzen. Außerdem können Teamevents die Unternehmenskultur stärken, weil sie zwischenmenschliche Beziehungen unterstützt.

 

Ein zusätzlicher Bonus ist, dass diese Beziehungen das Einzige sind, dass Arbeit nachweislich so genießbar macht wie unsere Freizeit.

 

#7 Reichweite (durch Apps)

Als Kommunikationsspezialist sind Sie konstant darum bemüht Ihre Reichweite zu erhöhen und damit die Relevanz Ihrer Kanäle. Das Ziel ist es schließlich alle Mitarbeiter immer und überall zu erreichen.


Deshalb sollten Sie konstant auf der Suche nach innovativen technischen Lösungen sein, die Ihre Message und das Konzept Ihres Unternehmens vermitteln können und dabei eine möglichst hohe Reichweite haben. Es sind viele verschiedene Instrumente auf dem Markt aber ein klarer Trend sind Apps. Apps sind mobil, digital und unterstützen Push Nachrichten.

Transformative Arbeitsplatztechnologien, Mitarbeiter-App

 

Zusätzlich unterstützen die Applikationen Schnelligkeit, Kürze und sind bereits fest in das Leben Ihrer Mitarbeiter eingebunden.

 

Wenn Sie mehr über die unterschiedlichen Kanäle lernen möchten, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter erreichen können lesen Sie unseren Blog hier.

 

#8 Gamification

Gamification, oder die Einbindung von spiel-typischen Elementen in den Arbeitsalltag, kann die Produktivität erhöhen und helfen, die internen Ziele mit denen der Mitarbeiter übereinzubringen.

 

Spielbasierte Lernprozesse helfen nicht nur sicherzustellen, dass Ihre Mitarbeiter wichtige Informationen aus ihrer berufsbezogenen Ausbildung behalten, es werden auch Ziele und Anliegen thematisiert, und die Schritte um diese zu erreichen sind klar angelegt. Kollegen bekommen die Chance sich gegenseitig herauszufordern und für ihre Leistungen ausgezeichnet zu werden.

 

Außerdem durchdringt die Arbeit immer mehr auch unser persönliches Leben. Da wir konstant online sind und die Arbeit auf unserem Smartphone dabei haben sind wir konstant mit dem Internet verbunden und arbeiten oft selbst zu späten Stunden, oder auf dem Weg von und zu der Arbeit noch.

 

Um diese Kultur zu unterstützen, aber nicht die negativen Eigenschaften einer Burn-out Gesellschaft zu fördern ist es wichtig, dass die Arbeit Spaß macht. Eine entspannte Atmosphäre am Arbeitsplatz sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter glücklich sind und sich elitäre Strukturen auflösen.   

 

Gamification kann in jeden Aspekt des täglichen Arbeitens eingebunden werden aber ein guter Anwendungsfall ist zum Beispiel der Einarbeitungsprozess. Das Onboarding kann einfacher und mit mehr Spaß gestaltet werden indem man es zu einer interaktiven Schatzsuche umgestaltet. Abläufe so wie Standorte und die Namen der Büronachbarn lassen sich spielerisch schneller lernen.

 

#9 Analyse und Messungen

Laut eines aktuellen Berichts des Ruder-Finn Institutes sind nur 16% aller Unternehmen mit den Analysemethoden und Messungen in der internen Kommunikation zufrieden.

 

Interne Kommunikation und vor allem die Mitarbeiterbindung zu messen ist schwierig, aber mit der wachsenden Bedeutung der Themen sind eine effiziente Messung und ROIs immer wichtiger.

 

Diese Messungen helfen die Effizienz der internen Kommunikation zu erhöhen. In 2017 werden vor allem live Messungen an Wichtigkeit gewinnen und interne Kommunikatoren werden in der Lage sein die Auswirkungen Ihrer Kampagnen direkter und spezifischer zu messen. Sowohl in den Bereichen der Nutzung, als auch bei Anfragen und Interaktionen.

 

Die gemessenen Werte können zudem vielseitig genutzt werden. Einerseits, um das Management auf die Bedeutung des Themas aufrecht zu machen und Ziele genauer abzustecken und andererseits um ein tieferes Verständnis Ihrer Mitarbeiter zu erlangen.

 

Zahlen vorweisen zu können hilft Ihnen dabei Unterstützung zu finden und konkrete Ideen zu entwerfen.

Messungen in der internen Kommunikation

 

#10 Interne und externe Kommunikation laufen zusammen

Interne und externe Kommunikation werden sich immer ähnlicher was dazu führt, dass die interne Kommunikation an Bedeutung gewinnt.

 

Die beiden Kommunikationsformen sind unumgänglich miteinander verbunden, weshalb es wichtig ist die Nachrichten auf sowohl das interne, als auch das externe Publikum auszulegen. Der Ton und Fokus der Nachricht ändert sich zwar, aber in beiden Fällen sollte nichts übermittelt werden, das nicht auch für das jeweils andere Publikum geeignet wäre.

 

Geben Sie Ihre internen Kommunikationskanäle auf keinen Fall auf, nur weil sie zu viel Arbeit sind. Ein effizienter Kanal erlaubt eine einfache Administration und Messungen während er die Nachricht des Unternehmens zuverlässig vermittelt.

 

Es wird eine zentrale Aufgabe von Unternehmen werden einen Kanal zu wählen, der sowohl schnell, als auch interaktiv ist und es mit einer hohen Reichweite schafft alle Mitarbeiter zu erreichen. Diese Geschwindigkeit wird vor allem durch mobile Kanäle erreicht. Wie auch in vielen anderen Fällen braucht der neue Ansatz Können und Technologie die dann Vertrauen und Transparenz schaffen. Der neue Kanal sollte Unternehmen die Kontrolle über die Kommunikation vereinfachen und die Verteilung von Informationen nicht länger der persönlichen Interpretation überlassen.

 

#11 Emojis

Wir alle benutzen Emojis. Die kleinen Gesichter und Zeichen beleben jede Konversation auf Facebook und WhatsApp. Aber sollten wir Emojis auch im Unternehmen nutzen? Die Diskussion in diesem Feld reicht von Begeisterung bis zu dem Glauben, die kleinen Zeichen seien komplett unprofessionell.

 

Tatsache ist, Emojis werden weltweit verstanden. Sie kommunizieren ein Gefühl der Zugehörigkeit und können Unternehmen helfen ihre Marke zu bewerben. Emojis adressieren Menschen egal welche Sprache sie sprechen gehören zu den top Trends in 2017.

 

Dazu kommt, dass Emojis eine einzigartige Gelegenheit darstellen mit der jüngeren Generation im Arbeitsmarkt zu kommunizieren.

 

Während die Emoticons vielleicht nicht die beste Wahl für den nächsten Pitch sind können sie in der internen Kommunikation durchaus helfen Menschen verschiedener Sprachen zu verbinden.

 

Kommunikation ist der Schlüssel. Aber wie wir kommunizieren, und die Geschwindigkeit mit der wir kommunizieren ändern sich ständig. 2017 ist da keine Ausnahme und bringt eine neue Welle der Digitalisierung. Seien Sie vorbereitet!

 

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Blogpost geschrieben von Sina Kaye Lockley

Sina is a communication specialist at Staffbase. She wants to help companies engage their employees and find ways to make work more fun. She writes about internal communication, mobile employee engagement and how to use an app in today's evolving workforce. She religiously reads one book a week and sleeps with pen and paper next to her head.