Michael Maack | Leiter Unternehmenskommunikation bei regiocom
... hat aus einer einfachen Kostenfrage die Dritte Dimension entwickelt.
Hallo liebe IKone,
„Was ist eigentlich der Wert unserer Kommunikation im Unternehmen?“ Eigentlich habe ich auf solche Fragen einen bunten Strauß an Antworten parat. Nur: Dieses Mal kam die Frage von einem Controller – und der wollte keine Zugriffszahlen oder Likes oder „Wir-haben-hier-eine-Motivationskampagne-gestartet“-Antworten. Er wollte betriebswirtschaftliche Zahlen haben. Und tatsächlich kann ich die liefern – mittlerweile. Der Ursprung der Geschichte liegt allerdings nicht in der Unternehmenskommunikation, sondern in einem ganz anderen Bereich.
Aber von Anfang an: Unsere Mitarbeiterplattform WIR war über Jahre ein verlässlicher Ort für Nachrichten und Austausch. Doch der Alltag veränderte sich: Wir wuchsen um weit über tausend Mitarbeitende, Teams arbeiteten über Standorte und Länder hinweg, Prozesse wurden komplexer, Informationen erreichten Menschen zu verschiedenen Zeiten. Und bei meiner Kollegin Anja und mir wuchs die Erkenntnis: Die Plattform kann viel mehr, als „nur“ zu informieren und Basis für die Kommunikation zu sein.
Zu diesem Zeitpunkt standen wir bei regiocom vor der Entscheidung, ob wir eine interne Wissensdatenbank trotz einer Preissteigerung um über 300 Prozent weiterführen sollten. Für uns aus der Kommunikation war klar: Wenn unsere Softwarespezialisten nach Alternativen für die Datenbank suchen, dann sollten sie nicht nach einem Ersatz-Tool Ausschau halten, sondern nach einer besseren Arbeitsweise. Genau an diesem Punkt beginnt die Dritte Dimension: Nach Information und Kommunikation kommt Kooperation.
Der Perspektivwechsel in der Kommunikation
Zuvor hatte ein projekterfahrenes Team – trotz intensiver Analyse – keine überzeugende Alternative zur teuren Wissensdatenbank gefunden. Das war unsere Chance, das Projekt nach den Regeln der Unternehmenskommunikation zu übernehmen. Unser Ansatz war klar: Wir denken vom Ergebnis her. Also stellten wir nicht die Frage, welche Inhalte wir haben, sondern was Teams benötigen, um schneller, klarer und erfolgreicher arbeiten zu können – und ob wir das direkt über unsere Plattform WIR abbilden können, die wir schon länger im Einsatz haben.
Dieser Perspektivwechsel hat alles verändert. In wenigen Wochen entstand in WIR ein Projektraum, der sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert: Inhalte wurden gestrafft, Verantwortlichkeiten neu geordnet und Strukturen vereinfacht. Die eigentliche Arbeit lag anschließend in Schulungen und in den Abstimmungen mit Datenschutz, Recht und Betriebsrat. Aber der Effekt war sofort spürbar: Heute arbeiten bereits über 800 Mitarbeitende in 30 Teams, verteilt über acht Standorte, in dieser Dritten Dimension.
Wirkung, die sich messen lässt
Mit der Entscheidung gegen die teure Software und für die Weiterentwicklung unserer bereits existierenden Staffbase-Plattform erzielen wir im ersten Schritt Einsparungen im sechsstelligen Bereich. Damit hatte dann auch der Controller einen messbaren Erfolg, den er in eine ROI-Berechnung einfließen lassen kann.
Wir als Kommunikationsteam haben aber vor allem unter Beweis stellen können, was entsteht, wenn Kommunikation nicht nur sendet, sondern aktiv Arbeitsprozesse gestaltet. Die Plattform WIR wird so zunehmend zu einem Werkzeug, das Teams unterstützt, Zusammenhänge sichtbar macht und Zusammenarbeit vereinfacht.
Für mich ist die Dritte Dimension kein abgeschlossenes Projekt, sondern der Beginn einer neuen Art, Plattformen zu nutzen. Am Ende zählt für mich nur die eine Frage: Was bringt es Teams wirklich? Und genau darauf gibt die Dritte Dimension heute eine klare Antwort.
Dein
Über den Autor: Michael Maack ist Leiter Konzernkommunikation bei regiocom. Gemeinsam mit seiner Redaktionskollegin Anja Failla hat er die Mitarbeiterplattform WIR zur „Dritten Dimension“ weiterentwickelt und sie von einem Kommunikationskanal zu einem Projektwerkzeug ausgebaut.
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