Jetzt ist es an der Zeit, dass wir unsere Arbeit mit Zahlen, Daten & Fakten untermauern.
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Malte Oberländer

Malte Oberländer | Mitredakteur des Trendmonitors Interne Kommunikation 2026

... sitzt lieber auf dem Sessel als auf dem Hocker.

Hallo liebe IKone,

es fühlt sich doch so langsam an wie der Stuhltanz zu Kindeszeiten. Jedes Mal, wenn die Musik stoppt, wenn eine Entscheidung getroffen werden muss, bekommt die IK keinen Stuhl am Tisch und muss von draußen zusehen, wie Budget und Verantwortung an andere verteilt werden. Jahr für Jahr erneut.

Wie kann es sein, dass wir uns immer wieder mit vollendeten Tatsachen konfrontiert sehen? Vor allem frage ich mich, warum so klare Spannungsfelder in der internen Kommunikation seit Jahren bekannt sind. Und warum, bekannt ist, woran es mangelt und sich trotzdem in jeder neuen Studie die gleichen Probleme auftun und es sich so anfühlt, als hätte sich wieder nichts geändert?

Wie schaffen wir es also, dass wir bei dem entscheidenden Moment mit am Tisch sitzen? Vielleicht sogar ohne, dass ein Stuhl fehlen muss?

Haben wir nicht bereits einen Hocker?

Ganz so negativ möchte ich das Bild auch gar nicht zeichnen. Der Trendmonitor IK 2026 zeigt, wo die beiden wichtigsten Ziele der IK liegen: „Verständnis für (wirtschaftliche) Ziele, Strategien, Prozesse und Entscheidungen schaffen“ sowie „Unterstützung beim Change-Management / Transformationsprozessen“.

Welche Ziele verfolgen Sie derzeit vor allem im Bereich der IK? (Mehrfachauswahl möglich, max. 3)

Wir sind damit doch schon über den Status des reinen Sprachrohrs hinaus und arbeiten aktiv mit an der Unternehmensstrategie. Wenn das nicht ein Erfolg ist und ein Grund zum Jubeln (auf unseren Hockern)!

Erneut zeigt sich, dass sich das Verständnis der IK wandelt und die Anerkennung als Sparringspartner sowie Mitgestalter der Strategie bereits etabliert hat. Aber Anerkennung ohne Absicherung bleibt vor allem eins: symbolisch.

Doch wie kommen wir vom Hocker zum Sessel?

Kaufen wäre darauf die einfachste Antwort. Da machen uns aber mangelnde Budgets einen Strich durch die Rechnung. Der Trendmonitor IK 2026 hat sogar ergeben, dass das Budget in mehr Unternehmen gekürzt wird als gesteigert. Warum ist das so? Liegt es an der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder an unserem Stellenwert? Liefern wir nicht genügend Beweise, dass wir einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten?

Wie hat sich das Budget für die IK im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?

Ich bin überzeugt: Unsere Arbeit liefert einen Mehrwert, sonst hätten wir diese strategische Bedeutung nie erlangt. Jetzt ist es aber auch an der Zeit, dass wir unsere Arbeit mit Zahlen, Daten & Fakten untermauern und dabei anerkennen, dass sich Wirkung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ zeigt.

Es muss nicht immer sofort das perfekte Messsystem sein. Oft reicht es, nach zentralen Maßnahmen gezielt Rückmeldung einzuholen, Führungskräfte zu fragen, ob sie sich in ihrer Kommunikation sicher fühlen und regelmäßig zu prüfen, ob und wie Inhalte dort ankommen, wo sie wirken sollen. So wird aus Bauchgefühl Schritt für Schritt ein belastbares Argument, damit dieser Stellenwert auch bleibt und wir uns einen schweren Sessel kaufen können, der nicht mehr so leicht vom Tisch zu kriegen ist.

Ich bin zuversichtlich, nicht zuletzt, da sich die IK in den letzten Jahren durchaus positiv entwickelt hat. Auch wenn das Budget nach wie vor gering ist, wenig Wirkungsmessung stattfindet und die Führungskräfte noch sehr viel Unterstützung für die Kommunikation benötigen: Wir haben uns eine Position als strategischer Partner erarbeitet, die wir jetzt noch weiter ausbauen und verteidigen müssen. Umso wichtiger bleibt ein Dialog über unsere Unternehmensgrenzen hinweg, um uns zu Strategien und Vorgehen austauschen und um voneinander profitieren.

Dein

Malte Oberländer Unterschrift

Über den Autor: Malte Oberländer ist Kommunikations- und Politikwissenschaftler und verantwortet bei der SCM seit 2024 Projekte rund um interne Kommunikation – u. a. die Studienreihe „Trendmonitor Interne Kommunikation“.

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Was IKonen jetzt nicht verpassen dürfen:

👉 Trendmonitor Interne Kommunikation: Den kompletten Studienbericht und weitere Ergebnisse des diesjährigen Monitors erhältst du hier.

👉 Webinar: Am Dienstag habe ich gemeinsam mit Monika Bruser (Senior Communications Manager bei Henkel), Sebastian Hoff (Principal Strategic Advisor bei Staffbase) und Tabea Dörr, Mitredakteurin des Trendmonitors, die Ergebnisse eingeordnet.

👉 Studie: Staffbase hat gemeinsam mit YouGov in der Employee Communication Impact Study 2025 direkt bei den Mitarbeitenden nach einer Einschätzung zur internen Kommunikation gefragt.

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