… fordert Kommunikationskampagnen, die unsere Erde feiern 🌎💚
Hi IKone-Abonnent*in,
ich bin Sascha, Geschichtenerzähler, Blogger, Geek und jemand, dem die so wunderbar neudeutsch benannte Purpose Driven Communication richtig am Herzen liegt.
Bevor nun die ersten „Bingo“ rufen und aus Angst vor Buzzword-Lawinen das Weite suchen … ich kann euch beruhigen, genau das wird es hier nicht geben. Aber ich möchte gerne mit euch über Purpose sprechen und welche Rolle dieser für euch als interne Kommunikator*innen spielt. Denn der Purpose, oder eben Werte, die hat man oder man hat sie nicht und ich denke, gerade Letzteres ist uns in den letzten Wochen immer wieder offenbarend vor Augen geführt worden.
Werte vs. Wertschätzung
Angesichts der Tatsache, dass sowohl das hehre Wörtchen „Werte“, aber auch das besonders gerne auf professionellen Netzwerken wie LinkedIn häufig genutzte „Wertschätzung“ (gerne noch mit einem Gruppen-Selfie inkl. „bestes Team der Welt“-Kalenderspruch und Hashtag #Leadership) in den letzten Jahren in jeder Pressemitteilung auftauchten, die im Dunstkreis von Kulturwandel, New Work und Nachhaltigkeitsprozessen stattfand … liebe Freundinnen und Freunde, das sind keine Vokabeln wie „Cool“, „New“ oder „Anders“, hier geht es um den Kern und den Sinn eines Unternehmens. Hier wird definiert, wofür man steht (oder auch wofür man nicht steht) und man kann zeigen, ob es sich dabei nur um einen neuen Anstrich zur Imagepflege handelt oder wirklich Substanz vorhanden ist.
Substanz > Style
Purpose ist keine Kommunikationskampagne. Werte werden nicht aus dem Vorstand, wie so ein Sonnenschirm der Vernunft über das gesamte Unternehmen gespannt. Wertschätzung ist kein „hasse gut gemacht“ bei einem Treffen auf dem Weg zur Kantine. Hier geht es um Sinngebung. Wer könnte dies besser als ihr internen Kommunikator*innen, die sich nicht nur mit den Produkten & der Marke des Unternehmens, sondern besonders mit den Menschen innerhalb der Organisation identifizieren und ihr dafür eure Leidenschaft und Lebenszeit einbringt.
Genau ihr seid es auch, die den Wandel durch die Werkshallen wehen lassen, die Abends von ihren Kindern darauf hingewiesen werden, dass Palmöl, 3t SUVs und Jeans für 25 € alles sind, aber sicherlich nicht nachhaltig. Das ist die Substanz eines Unternehmens. Die Macherinnen und Macher, die sich jeden Tag intern einbringen und teilweise auch nach außen als inoffizielle Botschafter*innen euren Arbeitgeber*innen den Rücken frei halten! Und genau das kann man nicht mal eben mit einer Kommunikationskampagne generieren, die ehemalige Purpose-Newbies in aufrechte Klimaschützer*innen verwandeln soll.
Wertschätzungs- > Wertschöpfungsketten
Wir alle müssen erkennen, dass die Zukunft unseres Planeten vor allen Dingen davon abhängt, wie wir gemeinsam die nachhaltige Transformation definieren. Mein Appell lautet also: Profitorientierte Wertschöpfungsketten müssen zu Wertschätzungsketten werden … also Prozesse und Wirtschaftssysteme, die unsere Erde feiern und schützen, anstatt auszubeuten. Und diese müssen effektiv kommuniziert werden – intern wie extern. Denn nur dann fangen wir nicht nur an, Purpose zu leben, sondern können diesen auch jeden Tag und in aller Leidenschaft kommunizieren.
Nichts mehr als das würde ich mir für uns alle wünschen!
Bis bald auf der VOICES 2022
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