puh, hat es mich Kraft gekostet, meinen eigenen IKone-Text nochmal Korrektur zu lesen. Nicht, weil der Text großartig lang ist. Sondern weil sich mein Gehirn mittlerweile komplett an (ultra-)kurze Videos gewöhnt hat.
Ist das bedenklich? Sicherlich etwas. Ist das mittlerweile aber die Realität vieler Personen und damit auch Arbeitnehmer*innen in Deutschland? Ganz bestimmt. Ein paar Fakten gefällig?
Es gibt 19 Millionen TikTok-Nutzende in Deutschland.
Selbst 59 % der Entscheider*innen in Firmen schauen lieber Videos, als Texte zu lesen.
Wer die Aufmerksamkeit von Mitarbeitenden in der internen Kommunikation wirklich gewinnen möchte, schreibt am besten nicht (nur) Texte wie diesen, sondern kommt um Videos nicht mehr herum.
Aber ist die Video-Erstellung nicht zeitaufwendig, teuer und komplex? Anhand von zwei Beispielen aus der Praxis hoffe ich, mit diesen Vorurteilen aufräumen zu können.
Beispiel 1: Bäckerei Junge - 20+ Videos an einem Tag erstellen
Die Bäckerei Junge postet wöchentlich authentische und humorvolle Produktvorstellungen der Mitarbeitenden. Das Format kommt intern wie extern gut an und wirkt enorm qualitativ. War es aufwendig in der Produktion? Vermutlich nicht. Der Trick:
Setup: Alle Videos sind vor demselben Hintergrund im selben Raum abgedreht. Mit guter Planung lassen sich leicht 20+ solcher kurzen, 1-minütigen Videos an nur einem Tag aufnehmen.
Inhalt: Der Inhalt stammt von den Mitarbeitenden, die ihr Lieblingsprodukt selbstverständlich kennen und gut erklären können.
Editing: Der Editing-Aufwand ist nicht nur format-bedingt gering. Alle Videos haben das gleiche Thumbnail, einheitliche Untertitel und nutzen ähnliche Stilmittel wie schnelle Cuts oder kurze Cutaway-Shots.
Durch eine gute Shooting-Planung, vorgegebene Editing-Templates und Employee Generated Content könnt ihr viel qualitativen Content in kurzer Zeit erstellen.
Beispiel 2: Authentische, erfolgreiche C-Level-Kommunikation – ohne Hochglanzproduktion
215.000 Mitarbeitende und 125.000+ Follower*innen auf LinkedIn erreichen: Tim Höttges und Team machen vor, wie es geht. Das kann man sich als Benchmark nehmen und sollte überlegen, welche Anforderungen man selbst an ein Video für die IK hat. Laut meiner Erfahrung genügt für ein gutes Video:
Smartphone-Kamera & Stativ
Ansteckmikrofon (ca. 150 bis 250 Euro)
Beleuchtung (ca. 250 bis 300 Euro)
Fertig ist ein professionelles, hochwertiges und authentisches Video für die IK. Dieses Basis-Setup könnt ihr wirklich guten Gewissens für alle Aufnahmen von Personen verwenden.
Fazit: Einfach machen!
Kleine Übung: Stellt euch beide Videos mal als Text vor. Funktioniert nicht wirklich und ist langweilig, oder? Linda kann mit 1.000 geschriebenen Wörtern nicht so authentisch beschreiben, wie glücklich sie das Dinkel-Plus-Brötchen macht, wie mit einem einzigen Lächeln. Wer keine Videos erstellt, erreicht in der IK also nicht nur weniger Mitarbeitende. Den Storys wird zudem ein großer Teil der so wichtigen Emotionalität genommen.
Deshalb mein Appell: Zückt eure Smartphones, bestellt Ansteckmikrofon und Beleuchtung und fangt einfach an, Videos zu drehen. Gute Inhalte leben nicht von perfekten Setups, sondern von Authentizität. Ich bin mir sicher, in euch allen stecken wahre Video-Creator*innen!
Euer
Über den Autor
Patrick ist Head of Marketing DACH bei PlayPlay. Als Experte für Marketing und Video Creation unterstützt er Unternehmen dabei, interne wie externe Zielgruppen mit überzeugenden Botschaften wirklich zu erreichen. Sein persönliches Ziel für die interne Kommunikation: Bewegende Geschichten verdienen bewegte Bilder.
Was IKonen jetzt nicht verpassen dürfen:
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