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title: "IKone #7: Bist du Feminist*in?"
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Hier kommt die siebte Ausgabe des IKone-Newsletters mit dem Thema Kommunikative Exklusion.

| Im Browser anzeigen Sina Lockley \| DE&I Advocate  bekommt bei Ungerechtigkeit Ausschlag und teilt heute die neuen Ergebnisse zum Thema "Kommunikative Exklusion". Hallo IKone-Abonnent\*in, 2012 hatte ich einen Kurs an der Uni zum Thema Amerikanische Geschichte und in dem Kurs, in einem verstaubten, etwas düsteren Zimmer an der Universität Chemnitz, fragte unser Professor: Wer von Ihnen ist Feminist\*in? Wir waren bis auf einen Mann nur Frauen in dem Raum und keine von uns hat sich gemeldet. Seitdem hat sich für mich viel getan. Ich habe einerseits gelernt, was Feminismus bedeutet und andererseits verstanden, warum ich mich damals nicht gemeldet habe (Wir sind doch schon gleichgestellt. Oder? Oder???). Zuletzt habe ich dann verstanden, wie sich das Konzept in das Thema Diversity eingliedert. Heute bin ich diejenige im Büro, die rumschreit, dass es keine “Männerklamotten” und “Frauenklamotten” gibt und dass wir gefälligst genderneutrale Toiletten brauchen. Jup, that’s me. Diversity ist jetzt Mainstream.  Ob ich mich dafür in 9 Jahren auch wieder schäme? Ich weiß es nicht. Aber Fakt ist: Spätestens seit dem weltweiten Aufschrei rund um Black Lives Matter in den USA 2020 hat das Thema Diversity auch in Deutschland exponentiell an Aufmerksamkeit gewonnen. Die Diskussion über Inklusion ist endlich auch in den Massenmedien angekommen. Aber nicht nur der institutionalisierte Rassismus gegen Schwarze wird jetzt (endlich) zur Primetime im Fernsehen thematisiert. Es wird auch öffentlich hinterfragt, warum homophobe Gesetze in Ungarn Regenbogen-Familien aus der Öffentlichkeit verschwinden lassen. Und das Thema gendergerechte Sprache schwebt inzwischen wie der wortwörtliche Stern am Himmel über jeder öffentlichen Debatte.  Das Thema ist aber nicht nur in Fernsehen und Gesprächen zuhause angekommen, sondern – nicht überraschend – auch beim Kaffeeklatsch und in den Boardroom-Meetings der Unternehmen. Mitarbeitende erwarten eine klare Positionierung von Arbeitgeber\*innen und die Unternehmen können es sich nicht länger erlauben, das Thema zu ignorieren. Laut einer Studie der Charta der Vielfalt meinen 97 Prozent der Personalverantwortlichen, dass Diversity Vorteile bringt und in Zukunft noch wichtiger werden wird. Was macht die interne Kommunikation jetzt mit dem Thema? Eine berechtigte Frage hinsichtlich der Tatsache, dass die interne Kommunikation das Spielfeld ist, auf dem Unternehmen sich zu dem Thema positionieren können und müssen. Über DE&I-Ziele (DE& I steht übrigens für Diversity, Equity & Inclusion) und -Maßnahmen zu informieren, aber auch zu motivieren und Vorurteile abzubauen, empfiehlt auch die Akademische Gesellschaft für Unternehmensführung & Kommunikation. Die Forscher\*innen publizierten kürzlich die in einem mehrmonatigen Projekt entstandenen 5 Ratschläge für interne Kommunikation, die Diversität und Inklusion fördern möchte. Das sind die Fakten: Kommunikative Exklusion und Inklusion in Zahlen Masterabsolventin Katrin Baab hat sich das Thema Diversity im Frühjahr 2021 mit an den Schreibtisch genommen (Go Katrin!). Sie ist im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Universität Leipzig der Frage nachgegangen, wie interne Kommunikator\*innen mit Heterogenität in der Belegschaft umgehen und wie sie ihr gerecht werden wollen. Am Ende stehen die Ergebnisse der Studie gepaart mit Handlungsempfehlungen, anhand derer ihr es idealerweise schaffen könnt, eure Kommunikation inklusiver zu gestalten. Und wenn wir uns auf eins einigen können, dann doch darauf, dass es immer gut ist inklusiv und empathisch zu sein. Vor allem in der internen Kommunikation. Die Handlungsempfehlungen (in voller Länge oben im Paper) lauten:  Setz dich mit deinen Zielgruppen auseinander: Die (kommunikativen) Bedürfnisse der Organisationsmitglieder zu kennen ist das A und O, wenn es darum geht, alle zu erreichen. Die verschiedenen Merkmale, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Mitarbeiter\*innen können eine angepasste Kommunikation erforderlich machen. Du als Kommunikationsmanager\*in hast die Möglichkeit, den Inhalt, die Kommunikationsmittel oder die Aufbereitung der Inhalte zu adaptieren.   Kontrolliere deine Kommunikation regelmäßig: Messe und hinterfrage die Kommunikationsmaßnahmen und passe sie gegebenenfalls an. Eine Kontrolle ist zentral, um für die Zielgruppen „richtig“ zu kommunizieren. Mittlerweile gibt es für die Kommunikationsabteilung eine Reihe von Evaluationstools für verschiedene Arten von Ansprüchen.  Biete eine Plattform für einen internen Austausch an: Die richtige Plattform bietet Vorteile sowohl für die Organisationsmitglieder mit ihren diversen Merkmalen und Bedürfnissen als auch für dich als Kommunikator\*in. Personen mit ähnlichen Bedürfnissen oder Gruppenidentitäten können sich dann an diesem einen Ort austauschen. Du als Kommunikationsverantwortliche\*r agierst dabei als Enabler\*in und als Moderator\*in. Am Ende noch eine Bitte von mir an dich: Reflektier dich und deine Kommunikation. Verbesserungspotential gibt es immer, das hab ich 2012 von meinem Professor gelernt.  PS: Die IKone #8 kommt in zwei Wochen von unserer Gastautorin Dr. Julia Lorenzen, Gründerin von geschichte³. Sie arbeitet das Thema Storytelling auf – ein Klassiker! Sei gespannt und bis dahin 👋! Was IKonen jetzt nicht verpassen dürfen: 👉 Artikel: Mein Herzensthema bleibt gendergerechte Sprache, deshalb empfehle ich immer wieder gerne diesen Artikel von Paula Auksutat (Trainee Communications bei Microsoft) mit dem wundervollen Titel “Das Firmament vor lauter Sternen nicht mehr sehen”. 👉 Webinar: Am 19.10. machen wir zusammen mit der SCM ein Webinar zum Thema “Wie interne Kommunikation Diversität und Inklusion fördern kann”.  👉 Umfrage: Wer A sagt (Diversität) muss auch B sagen (Gerechtigkeit). Ob es bei Gehältern gerecht zugeht, möchte die brandneue 1. Gehaltsstudie Interne Kommunikation herausfinden. Ich lege allen ans Herz teilzunehmen und sich die Ergebnisse für die nächste Gehaltsverhandlung zu sichern! Staffbase GmbH, Annaberger Str. 73, 09111 Chemnitz, Sachsen, Deutschland Abmelden Einstellungen verwalten Impressum Datenschutzerklärung |
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