Eine neue Studie liefert Antworten. Und sie sind ein Weckruf.
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Melanie Bochmann | Senior Director Communications bei Staffbase

... hat’s jetzt schwarz auf weiß: Kommunikation entscheidet oft über Bleiben oder Gehen.

Hallo liebe IKone!

Ich liebe meinen Job sehr. Weil ich weiß, wie viel Kommunikation bewegen kann – und wie viel auf dem Spiel steht, wenn sie unterschätzt oder vernachlässigt wird. Doch wie belegt man das im Gespräch mit der Geschäftsführung? Wie zeigt man den Kolleg*innen, dass es nicht nur um schöne Texte oder „mal schnell ein Update“ geht?

Genau deshalb habe ich die neue Employee Communication Impact Study von Staffbase und YouGov verschlungen. Mehr als 3.500 Arbeitnehmer*innen aus sechs Ländern wurden befragt, darunter viele aus der DACH-Region. Und das Ergebnis? Es macht Hoffnung. Und es fordert heraus.

Gute Kommunikation wirkt – aber ihr Einfluss wird oft unterschätzt

Die Studie zeigt: Wer sich gut informiert fühlt – besonders in Veränderungsprozessen – ist deutlich zufriedener im Job. In Zahlen: 83 % Zufriedenheit bei gut informierten Mitarbeitenden, nur 30 % bei schlecht informierten. Und das hat einen direkten Einfluss auf die Fluktuation im Unternehmen: 70 % der Wechselwilligen geben an, dass mangelhafte Kommunikation bei ihrer Kündigung eine Rolle spielen würde.

Hier wird der Wert von interner Kommunikation mehr als deutlich.
Und trotzdem wird sie in vielen Unternehmen nicht als strategische Funktion verstanden, sondern immer noch als „nice to have“.

👉 Mein Tipp: Bereite bei der nächsten Management-Präsentation eine Folie mit dieser Zahl vor: „70 % der Wechselwilligen nennen interne Kommunikation als Wechselgrund.“ Sie öffnet Türen – für Budgets, Tools und Strategierunden. Kommunikation ist kein Soft-Skill, sondern ein Business Case.

Führung muss kommunizieren – weiß aber oft nicht genau, wie

Die Führungskraft genießt das höchste Vertrauen bei Mitarbeitenden, wenn es um Informationen und Neuigkeiten geht. Aber viele Manager*innen fühlen sich unsicher oder überfordert in ihrer Rolle als Kommunikator*innen. Und wer sich selbst nicht sicher fühlt, sagt auch lieber nichts.

Für uns als Kommunikator*innen heißt das: Enablement statt Toolkits. Führung braucht kein Regelwerk, sondern Rückenwind, Formate, Sicherheit.

Besonders wichtig: Das Top-Management-Team muss als Vorbild, Impulsgeber und glaubhafter Absender vorangehen. Wenn dort aktiv, persönlich und klar kommuniziert wird, fällt es auch dem mittleren Management leichter, souverän aufzutreten.

Und dieses wiederum braucht nicht nur Inhalte, sondern Anschluss nach oben. Nur wenn sie selbst gut informiert und eingebunden sind, können sie Botschaften authentisch an ihre Teams weitergeben.

👉 Mein Tipp: Gib deinen Führungskräften etwas an die Hand:

  • Halte regelmäßige Manager-Briefings vor wichtigen Ankündigungen.
  • Starte kleine, informelle Q&A-Sessions: „Was könnte mein Team fragen? Und was antworte ich?“
  • Stelle ein Mini-FAQ, ein 30-Sekunden-Video oder einen klaren Call-to-Action bereit.
  • Und: Mach klar, warum ihre Kommunikation entscheidend ist. Wer weiß, welchen Unterschied er oder sie macht, kommuniziert selbstbewusster.

Non-Desk-Teams: Häufig ungehört – und unverbunden

Fast die Hälfte der Non-Desk-Mitarbeitenden sagt: „Mein Feedback zählt nicht“ – besonders in Veränderungsprozessen. In der Logistikbranche sind es sogar 64 %. Das sind keine Einzelfälle, sondern strukturelle Kommunikationslücken.

Und das zeigt: Es geht nicht nur darum, alle zu erreichen, sondern darum, dass alle sich gehört fühlen. Doch je dezentraler die Organisation, desto schwerer wird genau das. IK-Teams allein können das nicht stemmen. Es braucht eine klare Aufgabenteilung – und starke Führungskräfte vor Ort.

Die effektive Kommunikation mit Non-Desk-Teams ist eine gemeinsame Verantwortung, die das gesamte Unternehmen betrifft, nicht nur die Kommunikationsabteilung.

👉 Mein Tipp: Richte konkrete Feedback-Loops ein und sorge dafür, dass etwas zurückkommt. Beispiel: Führungskraft sammelt Fragen im Team und beantwortet sie in einem wöchentlichen Mini-Update per App oder Aushang. Und: Mach intern transparent, wo Feedback aus dem Feld Veränderungen angestoßen hat. Wer sieht, dass die eigene Stimme zählt, bleibt im Dialog.

Die Zahlen sprechen für uns!

Kommunikation ist kein Extra. Sie ist kein „Soft-Thema“. Sie ist strategisch. Und sie wirkt. Diese Studie belegt das schwarz auf weiß. Sie hilft, intern Gehör zu finden, Ressourcen zu sichern – und das eigene Bauchgefühl mit harten Fakten zu untermauern.

IKone Signature Melanie Bochmann

Was IKonen jetzt nicht verpassen dürfen:

👉 Studie: Mehr zur Employee Communications Impact Study 2025 kannst du hier nachlesen oder dir den Bericht für den DACH-Raum direkt hier herunterladen!

👉 Interaktive Breakout-Session: Ghosting in der IK? Nein, danke. 👻 Jetzt anmelden!

👉 Blogartikel: E-Mail-Design, das ankommt: So gestaltest du interne E-Mails, die wirklich gelesen werden. Jetzt lesen!

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